Ein Leben ohne Spam

Generelles

Ein Leben ohne Spam, wie soll das denn funktionieren? Lächerlich…

Das ist bestimmt einer der ersten Gedanke, den man hat, wenn man die Überschrift zum ersten Mal liest. Komplett ohne Spam leben, wäre eine Lebensaufgabe. Aber man kann mit einigem Know-how die Spam-Rate auf ein absolutes Minimum reduzieren und sich so von diesem üblen Mitbringsel der neuen digitalen Welt befreien.

Was ist eigentlich Spam und woher kommt der Ausdruck?

Bei Spam (1) handelt es sich um eine (meist) unerwünschte Zusendung von Informationen. Heuzutage erfolgt die Zusendung meist via Email. Im März 2017 betrug der prozentuale Wert von Spam-Emails zu normalen Email weit über 50 % (2). Damit gilt weltweit jede zweite Email als Spam. Aber woher kommt der Ausdruck Spam? Diese Geschichte ist sehr spannend. Spam war in England früher ein Markenname für Dosenfleisch. Er stand für SPiced hAM, also gewürztes Fleisch. Während des Krieges war Spam eines der wenigen Nahrungsmittel in England, das fast überall verfügbar war. Durch diese dauerhafte Präsenz, wie auch bei den späteren unerwünschten Emails, förderte dies die Entwicklung des Begriffs.

Doch was kann man gegen diese lästigen Sch…haus-Fliege tun? Hier einige Tipps und Verhaltensweisen, mit denen du ganz einfach und schnell dieser Ausgeburt der Hölle, Einhalt gebieten kannst.

Ein Email-Account mit wenig Spam? Das funktioniert. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Spam-Email-Adresse

Es gibt sehr viele Freemailer, also Dienstanbieter, die dir eine kostenlose Email-Adresse anbieten. Solche Anbieter wären z.B. Yahoo (3), Gmail (4), oder auch web.de (5). Die dort registrierte Email-Adresse verwendest du überall dort, wo du dich im Internet registrieren musst. Deine Spam-E-Mails-Adresse öffnest du nur in deinem Browser. Bitte niemals in Outlook oder Firebird anlegen, damit schleppst du potenzielle Viren und Trojaner auf deinen PC/Laptop oder Handy. Bitte öffne auch nur Emails, die du durch eine Registrierung oder durch eine neue Passwortanfrage selbst generiert hast oder auf die du wartest.

 

Weg-werf-Email-Adressen

Eine weitere Möglichkeit, wäre das Anlegen einer sogenannten Weg-werf-Email-Adresse. Das heißt, der Freemailer legt für eine bestimmte Zeit eine Email-Adresse für dich an und nach einer gewissen Zeit löscht er diese wieder. Ich persönliche halte aber nichts von diesen Weg-werf-Email-Adressen. Falls du irgendwann dein Passwort bei dem Anbieter, bei dem du dich mit dieser Adresse registriert hast, verloren hast, gibt es keine Möglichkeit, ein neues Passwort an die hinterlegte Email-Adresse zu schicken, da diese ja nicht mehr existent ist.

Hinterlasse möglichst wenig Spuren im Internet. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Hinterlassen der Email-Adresse im Internet

Du bist in einem Weblog, in Foren oder in einem Chat unterwegs? Dann gib dort nur deine Spam-Email-Adresse an. Wenn du Kontakt zu den Nutzern aufnehmen möchtest, dann schreibe diese am besten direkt an. Das gleiche gilt natürlich auch für Gästebücher. Die meisten Spammer grasen die o.,g. Bereiche immer nach potenziellen Email-Adressen ab.

 

Nutze Spam-Filter

Alle Email-Dienstanbieter bieten einen sogenannten Spam-Filter an. Damit werden verdächtige Emails in einen gesonderten Ordner verschoben. In Outlook muss man diesen Filer unter “ Nachrichten-Regeln “ separat anlegen. Es empfiehlt sich, den Spam-Ordner von Zeit zu Zeit zudurchforsten. Viele Spam-Filter sind sehr scharf eingestellt und man wundert sich dann, dass die neu angeforderte Rechnung vom letzten eBay-Kauf nicht ankommt. Dabei ist sie im Spam-Ordner gelandet. Es gibt auch sehr gute Zusatzprogramme, die kostenlos erhältlich sind und deine Spam-Mails zuverlässig ausfiltern. Eine gute Übersicht findest du unter (6).

 

Falls du trotzdem Spam-Emails erhälst

Nicht öffnen oder gar beantworten. Die meisten Spammer aktivieren die „Lese-Funktion“ und werden daher informiert, sobald du die Email öffnest. Damit bekommt der Spammer die Rückantwort, dass es sich um eine aktive Email-Adresse handelt und spammt dich dann erst recht zu. Worst case ever ist das beantworten von Spam-Mails. Der Spammer erhält dadurch die Rückantwort, dass du dich aktiv mit seinen Inhalten beschäftigst. Auch der Hnweis am Ende der Email, nach dem Motto „Wenn Sie keine weiteren Nachrichten von uns erhalten wollen, klicken Sie hier.“ dient allein der o.g. Tatsache, dass der Spammer damit eine Bestätigung haben möchte, dass es sich um eine aktiv genutze Email-Adresse handelt. Ein „Abbestellen“ funktioniert in den wenigsten Fällen und führt eher zu mehr Spam. Siehe oben!

 

Zusammenfassung

  1. Leg dir eine kostenlose Spam-EMail-Adresse an.
  2. Weg-werf-Email-Adresse sind nur bedingt geeignet.
  3. Hinterlasse deine private Email-Adresse im Internet nur in absoluten Notfällen. Nutze bei Registrierung oder Chats/Foren eine Spam-EMail-Adresse.
  4. Nutze die Filterfunktion deines EMail-Dienstanbieters. Kontrolliere regelmäßig die gefilterten Nachrichten.

Das ist garantiert auch Spam dabei… Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Quellennachweis

(1) = https://de.wikipedia.org/wiki/Spam

(2) = https://www.statista.com/statistics/420391/spam-email-traffic-share/

(3) = https://de.yahoo.com/

(4) = https://www.google.com/gmail/

(5) = https://web.de/

(6) = http://www.computerbild.de/download/E-Mail/spamfilter/

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