Mobilfunk im Auto

Ich berichte hier über den Fortgang und die Schwierigkeiten bei diesem Projekt. Dieser Beitrag ist chronologisch von oben nach unten zu lesen. D.h. das aktuelle Update findest du immer am Seitenende mit der Kennzeichnung „Update“.

Bitte nutze auch auch die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrages für Verbesserungsvorschläge zu diesem Projekt.

Fragestellung:

Wie bekommt man ein Kenwood TM-D700E (1) in einen Golf-6-Variant gebaut, ohne ein einziges Loch ins Interieur zu bohren?

 

Beschreibung:

Bei diesem Projekt geht es um den Einbau meines UKW-Funkgerätes (1) in meinen VW-Golf 6-Variant, den ich liebevoll „Brummer“ nenne, da er ein Diesel ist. Die Schwierigkeit bei diesem Projekt ist bereits in der Aufgabenstellung erkennbar. Einbau ohne Bohren und Löcher.

 

Fertigstellung geplant:

Spätestens Mitte Juni 2018


Donnerstag, 15.03.2018, Grundlegendes zur Antenne und deren Montage:

Das Kenwood (1) ist aus meinem provisorischen Shack ausgebaut.

Als Antenne für das Auto habe ich mich für einen Eigenbau der Firma Difona aus Offenbach entschieden (2). Dieser kleine Strahler ist optimal für den mobilen Einsatz geeignet, da er nur geringen Wind-Widerstand bietet. Durch seine sehr kompakte Bauweise ist die Gefahr sehr gering, das ich damit irgendwo „hängenbleibe“.

Die Befestigung der Antenne erfolgt über einen Anbau an der Dachreling (3). Das Konzept unter (3) ist das einzige, dass mich wirklich überzeugt hat. Einziger Nachteil: Der Aufbau wirkt etwas mächtig, aber dafür auch sehr stabil. Bei der Montage sollte man unbedingt darauf achten, die Gummi-Unterlage zu verwenden, sonst gibt es Kratzer in der Dach-Reling.

Stichwort Gimmi-Matte: Bei der Befestigung an der Reling und dem unterlegen der Gummi-Matte kommt natürlich sogut wie kein „normaler“ Masse-Kontakt, für die Antenne zustande, das muss klar sein. Ich werde die Anbau-Konstruktion trotzdem testen und sage mal etwas ironisch: „Bei 50 Watt, die durch die Antennen-Leitung kommen, sollte da trotzdem das eine oder andere Watt „durchquälbar“ sein. Das kann ich aber erst messen, wenn ich alle Komponenten im Auto habe.

Als Antennen-Leitung dient normales RG-58-Kabel, an dessen Ende ein PL-Stecker sitzt. Dieser Stecker wird von mir, abgelötet und es kommt ein passender N-Stecker drauf. Sobald ich den passenden Stecker angelötet habe, wird die Antenne dann komplett montiert und das Kabel über den Kofferraum-Spalt in den Innenraum gelegt. Das passiert dann aber auch später erst!

So weit… so gut für´s Erste!

Hier einige Bilder zu diesem Eintrag…


Mittwoch, 21.03.2018:

Je tiefer ich in dieses Projekt eintauche umso mehr erkenne ich, wie umfangreich sich so ein Einbau heutzutage geschaltet. Ich kann mich noch an die Zeit Mitte der 1990er Jahre erinnern, da hat es Keinen interessiert, ob ein CB-Funkgerät im Auto verbaut war und wo die Antenne angebracht war.

Es gibt mittlerweile von den Herstellern EMV-Vorgaben, wo eine Antenne angebaut werden darf und mit wie viel effektiver Leistung die Antenne abstrahlen darf. in diesem Zuge habe ich mich beim DARC (4) einmal in die Vorgaben der Hersteller eingelesen. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass in Fahrzeugen, die nach dem 1.10.2002 zugelassen wurden, nur noch Geräte mit einer e-Kennzeichnung eingebaut werden dürfen, sonst erlischt die ABE. Das will ich natürlich nicht.

Auch der Anbauort der Antenne ist bei den meisten Herstellern vorgegeben. Hier sollte sich unbedingt dran gehalten werden, da es sonst zu Funktionsstörungen der Bordelektronik, durch Einstahlung kommen kann. In meinem aktuellen Fall gelten EMV-Vorschriften von VW für alle Sendeanlagen, die mehr wie 10 Watt Leistung effektiv abstrahlen. Diese Angabe bezieht sich allerdings nur auf VW und variiert von Hersteller zu Hersteller.

Das Kenwood TM-D700E hat eine e-Kennzeichnung und auch das CE-Zeichen.

 

 

 

 

 

 

 

 


Update:

Samstag, 05.05. 2018:

Heute erfolgt der Einbau des Bedienteils. Als Grundgestell habe ich mir eine Grundplatte der Brodit entschieden. Diese wird in den Lüftungsauslass, rechts neben dem Lenkrad eingelassen und lässt sich dort passend einrasten.

Das Bedienteil habe ich mit dem Fuß auf die Brodit-Grundplatte geschaubt. Nach einem ersten Test der Verkabelung und einem positiven QSO mit einem Gesprächpartner konnte die Verkabelung eingebaut werden.

Die Verkabelung wurde durch Ausbau des oberen Lüftungsschachts und der Kabeldurchführung mittels Führungsdraht. Das Mikrofon lege ich, der Einfachheit halber in die Mittelablage, vor die Schaltung. Dort liegt es nicht im Weg und kann auch nicht verrutschen.

Bedienteil+Lautsprecher

Bedienteil+Lautsprecher von der Seite.

 

 

 

 

 

 

 

Brodit-Grundplatte

Nahaufnahme der Brodit-Grundhalterung.

 

 

 

 

 

 

 

Mikrofon-Ablage

Mikrofon-Ablage in der Mittelkonsole.

 

 

 

 

 

 

 


Quellennachweis:

(1) = http://www.kenwood.com/i/products/info/amateur/tm_d700ae.html

(2) = http://www.difona.de/ant_details.php?&language=en&ID=546&artmatch=DIAAZ506

(3) = http://www.diamond-ant.co.jp/english/amateur/bracket/mount5.html

(4) = https://www.darc.de/der-club/referate/emv/emv-im-kfz/ (Diese Information ist nur für DARC-Mitglieder einsehbar!)

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